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ESD-Ereignisse erkennen mit dem Eye-Meter
Was ist ein Eye-Meter?
Ein modular aufgebautes multifunktionales ESD-Überwachungs- und Diagnosegerät, das vor allem in ESD-sensiblen Produktionsumgebungen verwendet wird.
Je nach Modul kann es Folgendes messen:
1. EMI-Erkennung
(Elektromagnetische Interferenzen)
- Erkennt und zeigt ESD-Ereignisse, die durch elektrische Entladungen entstehen.
- Erkennt ESD-Ereignisse berührungslos durch die von ihnen erzeugten elektromagnetischen Felder.
2. ESD-Ereignisdetektion
(Event Detection Module)
- Misst Spannung und Polarität von ESD-Entladungen.
- Zählt, wie viele ESD-Ereignisse in einem Zeitraum aufgetreten sind.
- Liefert eine qualitative Bewertung der ESD-Risiken in einer Zone.
Einsatzbereiche des Eye-Meters in der EPA
Das Eye-Meter eignet sich besonders für die Diagnose und Lokalisierung von ESD-Problemzonen in bestehenden Produktionsumgebungen. Typische Einsatzszenarien sind die Analyse von Fertigungslinien mit erhöhter Ausschussrate, die Überprüfung neu eingerichteter EPA-Bereiche sowie die begleitende Überwachung während interner Audits. Da das Gerät ESD-Ereignisse berührungslos erfasst, kann es im laufenden Produktionsbetrieb eingesetzt werden – ohne Unterbrechung der Fertigungsprozesse.
Eye-Meter als Ergänzung zur klassischen ESD-Messtechnik
Klassische ESD-Messgeräte wie Widerstands- oder Feldmessgeräte erfassen den statischen Zustand von Materialien und Oberflächen zu einem definierten Messzeitpunkt. Das Eye-Meter ergänzt diese Messtechnik um die dynamische Komponente: Es macht sichtbar, wann, wie häufig und mit welcher Intensität ESD-Ereignisse im laufenden Betrieb tatsächlich auftreten. Diese Kombination aus statischer Widerstandsmessung und dynamischer Ereignisdetektion ermöglicht eine vollständige Bewertung der ESD-Situation in einer EPA-Zone.